Welche Inhalte hat Lerntherapie?
Im Rahmen einer sorgfältigen Diagnostik ermitteln wir zunächst den Leistungstand Ihres Kindes und setzten, entsprechend den individuellen Bedürfnissen, folgende Schwerpunkte in der Therapie:
Schulung von Vorläuferfertigkeiten
Lesen und Schreiben sind komplexe Prozesse, welche die Koordination von Wahrnehmung, Motorik und Sprache voraussetzen und infolge dessen ein hohes Maß an Konzentration erfordern. Aus diesem Grund fördert die klinische Lerntherapie die Fähigkeit zur Synchronisation sensorischer, motorischer und sprachlicher Leistungen, was zugleich eine Schulung der Aufmerksamkeit und Konzentration beinhaltet.
Schulung der auditiven Sprachverarbeitung
Oft liegt einer Lese-Rechtschreib-Schwäche ein Defizit der auditiven Sprachwahrnehmung und – verarbeitung zugrunde. Deshalb trainieren wir bei Bedarf zunächst gezielt wichtige Teilleistungen der auditiven Sprachverarbeitung wie Speicherung und Sequenzierung, Lautunterscheidung, Lautsynthese und Wortzergliederung.
Training der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten entsprechend dem Stufenmodell des Schriftspracherwerbs
Ausgehend von der Stufe des Schriftspracherwerbs, die Ihr Kind schon erreicht hat, setzen wir folgende mögliche Schwerpunkte: Auf der alphabetischen Stufe erarbeiten wir zunächst das lautgetreue Schreiben und/oder Lesen, auf der orthographischen Stufe steht die Erarbeitung von Rechtschreibregeln, das Erkennen von Wortbausteinen und/oder die Erarbeitung der lexikalischen Lesestrategie, welche eine Verflüssigung des Lesens bewirkt, im Vordergrund.
Förderung des Lesesinnverständnisses
Schwächen im Lesesinnverständnis beeinträchtigen die Leistungen in sämtlichen Schulfächern. Aus diesem Grund legen wir bei der Diagnostik besonderen Wert auf die Erfassung des Textverständnisses. Gegebenenfalls setzen wir den Schwerpunkt der Therapie zunächst im Bereich des sinnentnehmenden Lesens, um auf diese Weise die Grundlagen für eine erfolgreiche Aneignung schulischen Wissens zu schaffen.
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