Was ist klinische Lerntherapie?
- klinische Lerntherapie ist ein neues Berufsbild und vom Bundesverband für Legasthenie zertifiziert
- klinische Lerntherapie ist eine 2 jährige Ausbildung, aufbauend auf einem therapeutischen, pädagogischen und/oder psychologischem Grundberuf
- klinische Lerntherapeuten werden vertreten durch ihren Berufsverband der klinischen Lerntherapeuten e.V.
- klinische Lerntherapeuten verfügen über ein umfassendes Wissen aus den Bereichen der neurologischen Entwicklungssysteme für Sprache, Wahrnehmung und Motorik
- klinische Lerntherapeuten betrachten Lernstörungen ganzheitlich
- Diagnostik und Therapie einer Lernstörung erfolgen daher ganzheitlich unter Einbeziehung der sozialen, emotionalen, motorischen, perzeptiven und sprachlichen Fähigkeiten bzw. Auffälligkeiten der betroffenen Kinder
- klinische Lerntherapie ist Basistherapie: allgemeine Sinnesschulung, Förderung der Aufmerksamkeit-, Konzentrations- und Ausdauerleistung
- klinische Lerntherapie ist Rechen- bzw. Rechtschreibtraining nach den Prinzipien des ganzheitlichen Lernens: mit allen Sinnen für alle Sinne
- klinische Lerntherapie ist eine Form der Lerntherapie mit neurologischem Ansatz, bei dem schon präventiv angesetzt wird
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v präventiv heißt, dass die entwicklungspsychologischen Zusammenhänge, die sich vorschulisch ausreifen und unbedingte Voraussetzung für den Erwerb von Lesen, Schreiben und Rechnen sind, therapeutisch, konzeptionelle Anwendung finden
v Unter neurologischem Ansatz versteht man, dass die lernenden Einheiten (Lesen, Schreiben, Rechnen) nach den neuesten neurologischen Erkenntnissen angeboten und vermittelt werden
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Danksagung!
Vielen Dank an das IigEl Institut in Wolfratshausen für die hervorragende Ausbildung zu klinischen Lerntherapeutin.
(www.igel.de , www.klinische-lerntherapie.de )
Ein besonderer Dank geht an die Ausbilderinnen Susanne Galonska und Brigitte Stelzer!
Achtung !!!
Es handelt sich nicht um eine Form der „NACHHILFE“, sondern um eine „THERAPIE“. D.h. es werden nicht nur durch „ÜBEN“ die bestehenden Fehler und Symptome bekämpft, sondern es wird durch intensive „FORDERUNG UND FÖRDERUNG“ verschiedener fundamentaler „FÄHIGKEITEN“ eine verbesserte und stabilere Ausgangsbasis geschaffen, um das Lernen schulischer Inhalte grundsätzlich zu erleichtern.
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Für wen eignet sich der Ansatz der klinischen Lerntherapie?
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-     Lese-Rechstschreibschwäche
-Â Â Â Â Â Legasthenie
-Â Â Â Â Â Dyskalkulie
-     Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
-     Probleme überhaupt Lernstrategien zu entwickeln
-     Schulangst, mangelndes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
-Â Â Â Â Â Eltern (Umgang mit Schulproblemen, Hausaufgabensituation usw.)
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Wie funktioniert es klinische Lerntherapie
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Es wird nach neuesten neurologischen Erkenntnissen gearbeitet. D.h. es wird auf folgende Gesichtspunkte geachtet, da es nur so zu „effektiven und verankerten Lernen“ kommen kann.
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-Â Â Â Â Â hohe Bewusstheit
-Â Â Â Â Â hohe Aufmerksamkeit
-     häufige Wiederholungen
-Â Â Â Â Â kleinschrittiges Vorgehen
-Â Â Â Â Â Variationen bzw. steigender Schwierigkeitsgrad
-Â Â Â Â Â langsam und lang andauernd
-     mit Freude und Spaß
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So bilden sich im Gehirn Synapsen aus, die das Wissen verknüpfen, integrieren und verankern und so das Lernverhalten beeinflussen.
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Worauf wird besonders Wert gelegt?
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-     interdisziplinäre Zusammenarbeit ( Eltern, Therapeuten, Ärzte, Lehrer usw.)
-Â Â Â Â Â Elternarbeit: Beratung und Entlastung
-Â Â Â Â Â Individuelle Diagnostik und Therapieplanung
-     Gruppentherapie: Die Therapie findet nach einigen einführenden Einzeltherapiestunden bevorzugt in kleinen Gruppen (2 – maximal 6 Kinder) statt (Ähnlichkeit zur Schulsituation, Ablenkung, Frustrationstoleranz, Druck)
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Wie verläuft die Therapie?
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Nach einer ausführlichen Diagnostik und Befunderhebung mit dem Kind und den Eltern, wird für das Kind ein individueller Behandlungsplan (Schwerpunkte und Therapieziele) erstellt.
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Die klinische Lerntherapie teilt sich grob in 2 Teile auf.
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BASISTHERAPIE
UND
LERNTHERAPIE
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Zunächst liegt der Schwerpunkt auf der „BASISTHERAPIE“, in der durch das Arbeiten an fundamentalen Fähigkeiten die Basis für das Lernen schulischer Inhalte geschaffen wird.
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Anschließend wird diese Basistherapie mit der eigentlichen „LERNTHERAPIE“ kombiniert und verknüpft. D.h. es werden schulische Lerninhalte (Mathematik, Schreiben usw.) mit basalen Funktionen gekoppelt, um besser in den Gesamtorganismus bzw. in das Gesamtsystem des Kindes integriert zu werden.
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- Basistherapie
v Ausdauer, Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit
v Auditive Wahrnehmung (Hören)
v Visuelle Wahrnehmung (Sehen)
v Taktil-kinästhetische Wahrnehmung (Fühlen)
v Motorische Koordination
v Sprachhandlungsplanung
v Logisch abstraktes Denken
v Elternarbeit
v Hausaufgaben
v Lernverhalten
v Zuverlässigkeit
v Sozialverhalten
v Frustrationstoleranz
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- Lerntherapie
v Lesetraining
v Rechentraining
v Rechtschreibtraining (lautgetreues Schreiben, Mittlautverdopplung, Lernwörter)
v Schrifttextanalyse
v Textaufgabenanalyse
v Mündliches Erzählverhalten
v Schriftliches Erzählverhalten
